Bad Doberan- 4 Tage erholung!

Bad Doberan

Bad Doberan ist eine Stadt im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern und dort haben wir 4 schöne Tage verbracht.

Das Hotel Doberaner Hof liegt am Alexandrinenplatz und direkt an der Bahnstrecke der Bäderbahn „Molli“. Im Jahre 1886 wurde eine Bahnverbindung von Bad Doberan zunächst nach Heiligendamm, dann weiter nach Kühlungsborn errichtet. Die „Molli“ fährt auch heute noch,  schnaufend und bimmelnd durch die engen Straßen, vorbei an Wiesen und Feldern , über die  15,4 km Strecke und bringt seine Fahrgäste von Bad Doberan zum Ostseebad Kühlungsborn/West oder zurück. Man kann auch teilweise entlang der Strecke eine schöne Fahrradtour machen.

 Sehenswertes in Bad Doberan ist z.B.

„Kamp“ Inmitten der Stadt liegt der dreieckige, lindenumstandene Kamp als zentrale Grünanlage, er wurde um 1800 angelegt. Er war früher das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens im noblen Seebad Doberan-Heiligendamm und ist heute Bad Doberans beliebtester Ort für verschiedenste Open-Air Veranstaltungen.

Sein Erscheinungsbild wird geprägt durch zwei Pavillons im chinesischen Baustil.

„Roter Pavillon“

Der achteckige „Rote Pavillon“wurde als Musiksaal und Erfrischungslokal vom Architekten Carl Theodor Severin 1808/09  erbaut. Er hat die Form einer Pagode.

„Weißer Pavillon“

Der zweigeschossige von einem Säulenumgang umgebene „Weiße Pavillon“ wurde ursprünglich als Musikpavillon genutzt und in den Jahren 1810-1813 ebenfalls von C. Th. Severin errichtet.

Das neogotische Friderico  Francisceum Gymnasium wurde 1887-1889 von dem bekannten Baumeister Gotthilf Ludwig Möckel errichtet. Die Fassade prägt eine dekorative Rosette.

Das Denkmal des Rockmusikers „Frank Zappa“

Zu ehren des legendären Rockmusikers Frank Zappa wurde 2002 ein Denkmal auf dem Alexandrinenplatz errichtet. Es wurde vom tschechischen Künstler Vaclav Casak geschaffen.

Stadt- und Bädermuseum

Unweit des Doberaner Münsters, direkt neben dem Westtor des ehemaligen Klosters, befindet sich das Stadt- und Bädermuseum. Es wurde von Jahren 1886 bis 1888 von Gotthilf Ludwig Möckel im Stil der Neogotik erbaut und ein sehr schönes Gebäude. Wenn man dort ist sollte man mal einen Blick ins Museum machen es lohnt sich.

Im Garten des Museums, er lädt vor allem während der Sommermonate zum Verweilen ein, steht ein Nachbau eines Badekarrens

Doberaner Münster

Das Doberaner Münster war bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts die Klosterkirche des Zisterzienser-Klosters Doberan und ist heute die Kirche der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bad Doberan in Mecklenburg.

Wenn man das Doberaner Münster betritt ist man beeindruckt von der schlichten und doch erhabenen Zisterzienser-Baukunst, von der optischen Wirkung des Lichteinfalls durch die Obergadenfenster oder vom goldenen Licht der Abendsonne, das durch das riesige Westfenster einfällt.

Beinhaus

Auf dem Klostergelände befindet sich, nördlich des Münsters am Rand des ehemaligen Mönchsfriedhofs, ein achteckiger reich verzierter Kapellenbau das Beinhaus. Es diente zur Aufbewahrung von Skelettresten.

Dieses Gebäude ist echt beeindrucken und wenn man in der Nähe ist, dann ist der Besuch ein absolutes muss. Es gibt noch so viel Sehenswertes zu enddecken wie z.B. den

  • Hochaltar
  • Kreuzaltar
  • Marienleuchter
  • Mühlenaltar
  • Corpus-Christi-Altar
  • Tugendkreuzigungs-Altar
  • Sakramentsturm
  • Kelchschrank usw.

Und das ist nur ein Teil was das Münster zu bieten hat.

Natürlich haben wir Bad Doberan und Umgebung erkundet, dazu gehört natürlich  Heiligendamm und Kühlungsborn.

Heiligendamm ist ein Stadtteil von Bad Doberan und ist der älteste Seebadeort Deutschlands. Im Jahr 1793 badete der Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin in der Ostsee. Sein Leibarztes Prof. Dr. Samuel Gottlieb Vogel erkannte die heilsame Wirkung des Seewassers und die guten klimatischen Verhältnisse und so erfolgte die Gründung des ersten deutschen Seebades.

Durch die stetig steigende Popularität des Seebades schufen die Baumeister Johann Christoph Heinrich von Seydwitz, Carl Theodor Severin und Gustav Adolph Demmler zwischen 1793 und 1870 ein einzigartiges klassizistisches Gesamtkunstwerk aus Bade- und Logierhäusern.

Seit der Gründung war Heiligendamm das eleganteste Seebad Deutschlands. Zu seinen Gästen zählte man den europäischer Hochadel und sogar einzelne Mitglieder der weitverzweigten russischen Zarenfamilie

Bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts blieb Heiligendamm ein exklusiver Badeort mit vielen prominenten Gästen. In der damaligen Gesellschaft galt es als Muss, wenigstens einmal im Leben dort gewesen zu sein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Heiligendamm im Besitz der DDR-Regierung. Von  1949 war es eine Fachschule für angewandte Kunst, bis zum Sommer 2000 absolvierten rund 1.500 Studentinnen und Studenten die Schule in Heiligendamm.

1996 erwarb die in Köln ansässige Fundus-Gruppe die historischen Gebäude. Nach drei Jahren sorgfältiger und liebevoller Rekonstruktion wurde am 1. Juni 2003, das Grand Hotel Heiligendamm eröffnet und damit die Wiedergeburt von Deutschlands ältestem Seebad eingeläutet.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Seebad Heiligendamm im Jahr 2007 als dort der G8 Gipfel stattfand.

Die Stadt Ostseebad Kühlungsborn liegt an der Küste der Mecklenburger Bucht etwa mittig zwischen den Hansestädten Rostock und Wismar. Mit dem Zusammenschluss der Gemeinden Brunshaupten, Arendsee und Fulgen entstand 1938 die Stadt Kühlungsborn.

Im Jahre 1945 wurde Kühlungsborn für viele Kriegsflüchtlinge zum zeitweiligen oder endgültigen neuen Zuhause. Eine Anzahl von Hotels und Pensionen wurden im Jahre 1953 teilweise willkürlich enteignet und verstaatlicht und in Ferienheime und Anlagen des staatlichen FDGB-Gewerkschaftsbundes umgewandelt. Die Besitzer wurden, falls sie Widerstand leisteten, teilweise in Schauprozessen verurteilt. Viele sahen sich gezwungen, in die Bundesrepublik Deutschland überzusiedeln.

Seit 1965 war das Ausbildungsbattaillon der Grenztruppen der DDR in der VI Grenzbrigade Küste im Ort stationiert. Die Einheit bestand aus fünf Kompanien mit einer Mannschaftsstärke von etwa 400 Personen.

Die nunmehr staatlichen Ferieneinrichtungen wurden bis 1989 hauptsächlich für Ferien- und Kuraufenthalte der DDR-Bürger nach strengen Platzvergaberichtlinien und Vergabe von sogenannten FDGB-Ferienschecks genutzt. Individualtourismus war, wie in den meisten Ostseebädern in der DDR bis 1989 nicht, oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Seit der Wiedervereinigung wurde der historische Ortskern im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert; viele historische Bauten wurden wiederhergestellt. Jedoch wurde 26 teilweise bedeutender Bauten der historischen Bäderarchitektur Abgerissen, wie etwa das 1906 vollendeten Arendseer Kurhauses.

Der FDGB betreute die bis dahin ausgelasteten Heime noch bis 1990. Danach forderten etliche Alteigentümer ihre ehemaligen Hotels und Pensionen zurück. Der Feriendienst wurde am 31. Dezember 1991 endgültig aufgelöst.

Die Seebäderbrücke entstand 1991 wieder in Kühlungsborn-Ost und die 3.200 Meter lange Strandpromenade wurde bis 2007 vollständig befestigt.

Kühlungsborn wurde seit Mitte der 1990er-Jahre wieder zu einem sehr beliebten ganzjährigen Urlaubsziel. Von 2002 bis 2004 entstand der neue Bootshafen mit 400 Liegeplätzen in Kühlungsborn-Ost.

Für den G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 wurde in Kühlungsborn-Ost das Pressezentrum errichtet. Die Molli diente während des Gipfels für die Journalisten als Shuttle zwischen dem Pressezentrum und Heiligendamm.

Und wenn man an der Ostsee ist dann muss man auch mal nach Warnemünde. Also auf zum Strand und dann sind wir an dem 150 Meter breiten Sandstrand entlang geschlendert vorbei an dem Teepott und Leuchtturm, bis hin zur Habeneinfahrt. Von wo aus man eine schöne Aussicht hatte. Hier fuhren die großen Fähren entlang, die aus oder nach Skandinavien fuhren.

An der Westseite des „Alten Stroms“ befindet sich die die Flaniermeile von Warnemünde.  Wir schlenderten vorbei an den Restaurants, Cafés und Boutiquen. Östlich des Bahnhofes befindet sich am Neuen Strom der Warnemünde Cruise Terminal mit Liegeplätzen für Kreuzfahrtschiffe und wir hatten Glück, die Aida lag da gerade vor Anker. Beeindrucken wenn man vor so einem riesen Schiff steht.

Am Pier 7 befand sich das „Karls Erlebnis-Dorf“ und dort bewunderten wir die Warnemünder Sandwelt, Kunstwerke aus Sand.

Ja und wie es immer so ist, so ein Kurzurlaub ist immer viel zu schnell zu ende.

 

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