Beelitz Heilstätten – Männerklinik

 

[singlepic id=3500 w=320 h=240 float=right]Am 8. September 2012 zog es uns ein weiteres Mal nach Beelitz, diesmal auf die andere Straßenseite und zwar in die Männerklinik.

Zum Ende des 19. Jh. war  fast jeder zweite Todesfall in Berlin auf die Tuberkulose zurück zu führen. So entstanden ab 1896 in zahlreiche verschiedene Lungenheilanstalten. Die wohl bekannteste, zumindest aber größte Klinik war die Heilstätte in Beelitz. In 64 Gebäuden wurden bis zu 1200 Patienten behandelt.

Für die Tour waren 5 Stunden eingeplant, wo wir uns frei in den Gebäuden und auf dem Gelände bewegen konnten. Wir  waren diesmal eine bunt gemischte Truppe, die Teilnehmer kamen teilweise sogar aus England und den Niederlande.

Als Motive standen uns:

  • Das Badehaus mit seinen verschiedenen Bäderräumen und Hallen.
  • Das Männersanatorium mit seinen langen Gängen, der Turnhalle  und dem prächtigen Treppenportal.
  •  Das Verwaltungsgebäude
  • Sowjetisches Ehrenmal

zu Verfügung.

Immer wieder bin ich beeindruckt und  fasziniert von der atemberaubende Architektur der Gebäude. Endlose Gänge führen zu den eleganten, fast herrschaftlichen  Treppenhäusern. Loser Putz blättert von den Wänden, manchmal pfeift leiser Wind durch die langen Flure und von irgendwo her hört man ein Fenster knarren.                                                                                                                                                Von den Licht durchfluteten Liegebalkone im englischen Landhausstil hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Parkgelände inmitten der Brandenburger Wälder.

Wir hatten das Glück, das die Tage zuvor dort ein Film gedreht wurde und teilweise dort noch die Filmrequisiten standen, die wir dann auch noch richtig in Szene setzen durften. So endstanden Bilder, die man sonst so, nicht zu sehen bekommt. Aber dadurch wurde, auch wenn nur  für ein paar Stunden, der Klinik wieder ein wenig Leben eingehaucht.

Dreckig aber glücklich endete unsere Tour um 18.00 Uhr und wir traten wieder den Heimweg an.

 

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