CCC Film-Atelier – Insel Eiswerder

[singlepic id=1401 w=320 h=240 float=right]Nach unserem Besuch, am Diensttag, den 15. Mai in der Spandauer Schlosshütte, entschlossen wir uns (Micha u. ich)noch einen kleinen Ausflug auf die Spandauer Insel Eiswerder zu machen.

Eiswerder ist eine Insel in der Havel, sie liegt nördlich der Spandauer Zitadelle und ist durch zwei Straßenbrücken, der Große und der Kleinen Eiswerderbrücke  verbunden. So gelangt man vom Westufer, der Spandauer Neustadt zum Ostufer in den Ortsteil Haselhorst.

Artur Brauner hatte von 1950 bis Anfang der 70er in Haselhorst und auf der Insel (in der ehemaligen Pulver- und Munitionsfabrik) seine Filmstudios. An der offenen Zufahrt zum Filmgelände stand ein Schild welches auf das CCC (Central Cinema Company)  Filmatelier Artur Brauner hinwies.

Wir betraten das durch Pflanzen überwucherte Gelände und machten von den mittlerweile baufälligen Gebäuden mit den verrosteten  Außenleitern und maroden Mauern ein paar Aufnahmen. Nach unserer fotografischen Exkursion des Studiogeländes führte uns unser Weg auf die Insel Eiswerder.

Zur Geschichte der Insel ist zu sagen, dass Mitte des 18. Jahrhunderts hier nur ein einziges Haus stand.

Die Insel war einst die Waffenschmiede des Deutschen Reiches. 1829 zog das Geheime Brandraketen-Laboratorium von der Zitadelle auf die Insel. 1826 wurde dort ein königliches Feuerwerkslaboratorium betrieben, von dem heute noch Produktionsgebäude und Wohnhäuser mit Remise existieren. Und im 19. Jahrhundert befanden sich auf der Insel eine Pulverfabrik, eine Geschützgießerei, eine Artilleriewerkstatt, eine Patronenfabrik und eine Munitionsfabrik. Weil  in den Fabriken einer hohe Explosionsgefahr bestand fuhren dort nur feuerlose Dampflokomotiven. Mit errichten einer 55 Meter lange Brücke erhielt Eiswerder 1892 einen direkten Anschluss an die Bahn dem heutigen Spandauer Hauptbahnhof.

In den ehemaligen Lagerhäusern,  die nach dem Zweiten Weltkrieg  als Lager- und Umschlagplatz für Getreide diente, wurde von 1953 bis 1990 lagerte hier ein Teil der Senatsreserven, wie z.B. Speisesalz, Getreide und  Dinge des täglichen Bedarfs. So wurden damals mehr als vier Millionen Tonnen in ganz Berlin auf Vorrat gehalten.

Unser Weg führte uns also von der kleinen Eiswerderbrücke am südlichen Ufer entlang, vorbei am Restaurant Stilbruch, welches in einem alten Fachwerk-Bahnwärterhäuschen betrieben wird und  der Diskothek,  dem  JWD (janz weit draußen) bis hin zur Großen Eiswerderbrücke.  Von dort aus hat man einen schönen Blick auf die Zitadelle sowie auf die höchsten Gebäude der Spandauer Altstadt, der St.-Nikolai-Kirche und dem Spandauer Rathausturm.

Unser Rückweg traten  wir über die Insel zurück an, als wir über die Kleinen Eiswerderbrücke waren, schwenkten wir noch kurz nach links in den Uferweg , wo wir eine kleine Rast an der Promenade machten.  Von dort  aus hat man einen schönen Blick auf die Pionierinsel.  Und anschließend traten wir gemeinsam den Heimweg an.

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