Rangierbahnhofs Wustermark

Eisenbahnfest auf dem historischen Gelände
des Rangierbahnhofs Wustermark in Elstal

[singlepic id=1582 w=320 h=240 float=left]Am 20 Mai 2012 wurde das zehnte Eisenbahnfest auf dem historischen Gelände des Rangierbahnhofs Wustermark in Elstal gefeiert.

Es war ein herrlicher Tag und so beschlossen wir, meine Familie und ich, dass wir einen kleinen Ausflug dorthin unternehmen.

Der Rangierbahnhofs Wustermark in Elstal ist ca. 20 Min. von Spandau entfernt. Man erreicht es über die B5 Ausfahrt Elstal/Olympisches Dorf, dann über die Hauptstraße, rechts abbiegen auf Rosa-Luxemburg-Allee und dann Links abbiegen auf Bahnhofstraße dann taucht  nach ca. 800m auf der rechten Seiter der Bahnhof auf.

Als wir um 10.00 Uhr dort ankamen, stellten wir schnell fest, dass wir nicht die einzigen waren die diese Idee hatten. Wir entrichteten die 1,-€  Eintritt pro Person, Kinder waren frei und stürzten uns ins Getümmel. Für 3,50€ hätte man ein einer Führung über das Gelände teilnehmen.  Aber aus zeitlichen Gründen, wir hatten am Nachmittag noch etwas anderes vor, verzichteten wir darauf und erkundeten das Gelände von selbst.

Unser erstes Ziel war der Ringlokschuppen mit Drehscheibe und der Wasserturm, die wie im Dornröschenschlaf auf dem verwucherten Gelände dahin schlummert. Weiter ging es vorbei am Kraftwerk und mehrere Verwaltungs- und Sozialbauten die auf dem Gelände des Bahnbetriebswerks stehen dann zurück über die stillgelten Gleise Richtung Wasserturm zu einer weiteren Drehscheibe. Auf dem Rückweg Richtung Stationsgebäude, konnten wir einen kurzen Blick durchs Fenster des Lokschuppens werfen.

Einen sehr guten Überblick hat man, über die Bahnanlage die einst das größte Deutschland war, vom höchsten denkmalgeschützten Stellwerk RsIV. Welche wir bestiegen, die Aussicht genossen und es uns von innen besichtigten. Dort befand sich eine kleine Sammlung von Bahngegenständen, man erfuhr  etwas über die Geschichte des Stellwerks  und  ehemalige Bahnbedienstete erklärten und erzählten wie das Leben im Stellwerk so war.  Wetter bedingt, wegen zu hoher Waldbrandgefahr konnte die Dampflok nicht fahren und so mussten sich interessierte mit der Lok 232 358-2 zufrieden geben.  Man konnte mit ihr ein kleine Stück mitfahren und sich dabei die Eisenbahntechnik anschauen. Wir schlichen noch ein wenig über das Gelände und liefen vorbei am Kohlebansen(Bekohlungsanlagen) zurück zum Stationsgebäude, auf dem Weg zu unserem Auto kamen wir noch ein paar Gebäude und Abstellgleise vorbei und um ca. 14.00 Uhr fuhren wir wieder gen Heimat.

 

Kurz zur Geschichte:

Dur die sprunghafte rasche Entwicklung von Industrie und Wirtschaft musste das Eisenbahnnetz weiter ausgebaut werden. So wurde 1871 –  die, Berlin – Lehrter Eisenbahn in Betrieb genommen.

Durch den immer größer werdende Güterverkehr und den Durchlauf von West nach Ost und umgekehrt wurde deutlich, dass die in Berlin vorhandenen Bahnanlagen den Anforderungen nicht mehr ausreichten.

Und so wurde von 1906 bis 1909 der „Wustermark Verschiebebahnhof“ als Flachbahnhof mit 10 Fahrdienstleiterbezirken, 6 Weichen- und Signalstellwerken und 3 Handweichenbezirken gebaut.

1919 entstand das Dorf Elstal , es diente zur Unterbringung der vielen Bahnarbeiter.

1920 wurde dann das Bahnbetriebswerk mit 2 Ring-Lokschuppen, 2 Drehscheiben, 4 Bekohlungsanlagen und einem 56 m hohem Wasserturm erbaut.

1945 durch Alliierten Flugzeuge bombardiert wurde der Bahnhof sehr stark zerstört und der südliche Teil des Rangierbahnhofes wurde nie wieder aufgebaut.

1945/46 wurden die restlichen Flächen wieder in Betrieb genommen.

1963 Umbenennung in  Bahnhof  „Wustermark Rangierbahnhof“ und 1996 in „Bahnhof Elstal“.

1995 wurde der Bahnhof geschlossen und am 16.06.2002 mit der Eröffnung der Fußgängerbrücke wieder in Betrieb genommen.

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