Urlaub 2012 – Vom Benediktinerklosters zum Schloss Linderhof

 

[singlepic id=3041 w=320 h=240 float=left]Als wir gestern zur Höllenklamm fuhren, kamen wir an dem 1330 gegründeten Benediktinerklosters in Ettal vorbei. Als wir heute auf dem Weg zum Schloss Lindehof waren, machten wir einen kleinen Schlenker zum Kloster. Der zwölfeckige ursprüngliche gotische Bau bekam nach einem Brand eine barocke Umgestaltung. Vom Klosterhof aus kann man die barocke Kuppel  bewundern, die von zwei unterschiedlichen Türmen, eingerahmt wird. Das Innere der Kirche ist  sehr hell und farbig, in der großen Kuppel befindet sich  ein riesiges Fresko, wo sich eine fast unzählbare Schar von Heiligen versammelt um die Größe Gottes zu preisen.  Aber auch sonst ist die Kirche reich verziert und wunderschön an zu sehen. Zum Kloster gehören außerdem noch landwirtschaftliche Betriebe, mehrere Gasthöfe sowie ein Gymnasium mit angeschlossenem Internat, ein Kunstverlag, eine Destilliere sowie eine Brauerei.  Nach dem Besuch der Kichre sind wir aber gleich weiter gefahren zum Schloss Linderhof.

Schloss Linderhof ist das kleinste der drei Schlösser Königs Ludwig II. Es wurde von 1874 bis 1884 im französischen Rokokostil erbaut und ist das einzige, das noch zu seinen Lebzeiten vollendet wurde. Für den „Märchenkönig“, war  Schloss  Linderhof sein Lieblingsschloss, in dem er sich mit Abstand am häufigsten aufhielt. Leider durfte man auch in diesem Schloss nicht fotografieren.  Aber ich kann sagen, das einem der Atem stock, wenn man durch das Schloss geht. Die Wohnräume  im Obergeschoss sind alle sehr prunkvoll  ausgestattet.  Das Schloss war nicht als Repräsentationsbau, sondern als Rückzugsort für den König gedacht. Technische Raffinesse war der automatischen Aufzug, ein Tischlein-deck-dich“, mit dem die gedeckte Tafel  ins Speisezimmer gelangte, ohne den König  zu stören und wo er allein ohne seine Diener seine Mahlzeiten zu sich nehmen konnte.

Nach der Schlossbesichtigung ging es hinaus in den schön angelegten Garten direkt zum Neptun-Brunnen. So spazierten wir über die Ostparterre durch Laubengänge weiter bis hin zur Venusgrotte, die  Grotte ist unterteilt in zwei Nebengrotten und eine Hauptgrotte, welche, je nach Beleuchtung, der Blauen Grotte auf Capri, oder der Venusgrotte im Hörselberg aus der Wagneroper Tannhäuser, nachempfunden wurde. Sie ist mit  Landschaftsgemälde und Szenen aus der Wagneroper Tannhäuser ausgestattet. Ein Wasserfall und ein muschelförmiger Kahn wurden speziell für die Verwendung in der Grotte gefertigt.

Nach der Grotte ging es unterhalb des Musikpavillon zur Kaskade, wo  das Wasser die über 30 Marmorstufen in feinen Schleiern den Hang herab fließt. Danach liefen wir wieder durch die Laubengänge hinunter zum Schloss und schauten uns die Westparterre an. Welche mit farbenfrohen Blumenrabatten bepflanzt ist und wo sich die vergoldeten Brunnenfiguren „Fama“, die Ruhmesgöttin und der Liebesgott „Amor mit Delfinen“ befinden. Von dort aus ging es am großen  Wasserbecken, in dem sich eine vergoldete Figurengruppe „Flora und Putten“ befindet  vorbei. In regelmäßigen Abstanden wird eine durch den Druck des natürlichen Gefälles betriebene Fontäne,  die bis zu 22 m aufsteigen, aktiviert. Am Ende des Wasserbeckens steht eine ca. 300jährige Linde, die dem Schloss seinen Namen gegeben haben soll.

Über die schön angelegten Terrassengärten geht es Berg auf zum Venustempel und von dem aus man über  das Schloss hinweg bis hin zum Musikpavillon mit den Kaskade schauen kann. Da die Zeit wie immer wie im Fluge verging, haben wir uns gegen 17.00 Uhr dann auf den Heimweg gemacht.  Kaum am Auto angekommen fing es auch schon an zu regnen und es sollte an diesem Abend auch nicht mehr aufhören.

Das war dann unser letzter Tag in Lechbruck am See,  am nächsten Morgen machten wir uns um 09.30 Uhr auf den Heimweg zurück nach Berlin.

 

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